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Bengal Katze

Die Bengal Katze, prionailurus bengalensis, Bengalkatze, wurde im Jahre 1984 als eigenständige Rasse innerhalb der TICA -Amerikanische Rassekatzenorganisation- anerkannt und muss mindestens 4 Generationen weg von der ursprünglichen asiatischen Leopardenkatze geboren sein.
F1-Katzen -erste Zuchtgeneration- müssen aus einer Verpaarung zwischen Asiatischen Leopardenkatzen und domestizierten Hauskatzen stammen. Der Wildkatzenelternteil ist meist der Vater. F2-Katzen -zweite Zuchtgeneration- haben eine F1-Mutter und einen Hauskatzen-Vater. Die F3 hat dann eine F2-Mutter und wieder einen Hauskatzen-Vater. Die männlichen Nachkommen aus diesen Verpaarungen sind normalerweise unfruchtbar und die weiblichen Nachkommen werden als Zuchtbasis der Bengal zur Verpaarung mit Hauskatzen eingekreuzt.

prionailurus bengalensis, Katzenrassen

Aussehen:

Das Fell der Bengalkatze ist eng anliegend, dicht, fest und seidig mit wenig Unterwolle. Sie ist golden oder orangefarben, hellbraun bis lederfarben, sowohl spotted, rosetted oder marble. Der Körper der Bengal ist lang gestreckt, gross, kräftig und muskulös. Die Beine sind lang, sehnig mit runden Pfoten und hinten etwas höher als vorne. Der Kopf der Bengal Katze hat grosse hoch gesetzte Ohren, breite Nasenlöcher und ein breites kräftiges Schnurrhaarkissen. Die Bengal hat grosse, ausdrucksvolle Augen. Sie sind grün oder bernsteinfarbig.

Eigenschaften:

Die Tiere sind extrem intelligent sowie sehr aufgeweckt und lernbegierig. Die Bengal ist sehr familiengbezogen kann auch stillsitzen, liebevoll schmusen und schnurren. Sie braucht viel Platz für ihren ausgeprägten Bewegungsdrang und möchte nicht den ganzen Tag allein in der Wohnung eingesperrt sein. Eine besonderes Merkmal ist dass die Tiere Wasser lieben und gute Schwimmer sind. Deshalb findet man sie dann auch regelmässig im Badezimmer.

Sonstiges

In den 60igern hat man mit dem Centerwall Projekt versucht, die genetische Immunität der ALC auf Katzenleukämie (FeLV), und gegen das Virus der Bauchfellentzündung (FIP) auf unsere Hauskatzen zu applizieren. Durch die Verpaarung von Hauskatzen mit der Asian Leopard Cat (ALC) entstanden sogenannte Hybriden.
Jean Sudgen Mill kreuzte erfolgreich eine ALC mit einem Hauskater. Aus dieser Verpaarung behielt sie ein Mädchen, welches sie wiederum erfolgreich mit ihrem Vater kreuzte. Danach gab sie jedoch für einige Jahre ihr Zucht-Projekt auf. Als sie in den 70er Jahren wieder mit der Zucht begann, entstanden auch schon erste Probleme. Aus der "F1" ( Foundation 1 = 1. Generation nach der Wildkreuzung) sind alle Kater unfruchtbar.
Dies könnte man als Die 2. Generation, die F2, haben somit immer einen "Hauskater" als Vater, früher waren dies größtenteils Straßenkatzen, heute meist domestizierte Bengalkatzen.
Die erste Folgegenerationen, die aus Kreuzungen zwischen ALC´s und Bengalen hervorgehen, werden "Foundation Bengalen" genannt. Es gibt die F1, F2, F3 und die F4 / SBT.
F1 = 1. Folgegeneration, F2 = 2. Folgegeneration, F3 = 3. Folgegeneration, F4 = SBT ( studbook tradition) - Bengalen ab der 4. Generation sind zu Ausstellungen zugelassen und werden als voll domestiziert angesehen. Die Foundation Bengalen ( insbesondere F1 bis F3) haben noch recht viel von ihren wilden Vorfahren, da sie noch stärker ihren natürliche Instinkten folgen.
Lange Zeit wurden die Leopardkatzen mit den Hauskatzen nur aus Forschungszwecken gekreuzt, um zu untersuchen, ob ein Hybrid der beiden Rassen auch immun gegen die Krankheiten ist. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Anfälligkeit für die Krankheiten genauso vererbt wird wie es bei anderen Katzen der Fall war.
Ausserdem haben Forscher festgestellt, dass die Nachkommen nicht gleichermaßen fruchtbar sind. Besonders bei den Männchen kommt es wegen den ungleichen Chromosomenzahl der beiden Rassen zu Unfruchtbarkeit. Dagegen sind die Weibchen geeignet für die weitere Züchtung.
Die Zucht dieser Rasse ist sehr problematisch und sollte nicht weiter geführt werden. Unserer Meinung nach ist dies ethisch nicht vertretbar.

Problematik bei der Verpaarung

Bengalen, prionailurus bengalensis, werden überwiegend reinerbig als SBT oder F4 verpaart.
Bei der Verpaarung von Hauskatze mit ALC-Kater kommt es öfters zu einem töflichen Nackenbiss. Weiterhin ist die Sterblichkeitsrate der Jungtiere sehr hoch.
Dieses zusammen mit der festgestellten Häufigkeit des Fressens des Nachwuchses von der F1 Mutter sollte einen Züchter von Bengalkatzen zumindest nachdenklich stimmen, ob diese seine Zucht überhaupt ethisch und moralisch vertetbar ist. Wir meinen nein, denn es sollte nicht alles gezüchtet werden was möglich ist.

Katzenrassen, prionailurus bengalensis