Teichfische

Goldfisch

Goldfisch Der Körper ist spindelförmig und seitlich zusammengedrückt. Goldfische sind sehr unkompliziert und robust und eignen sich daher auch für Kaltwasseraquarien oder Gartenteiche.

Haltung als Gruppe in Aquarien mit guter Filterung u. robusten Pflanzen. Weicher Bodengrund, da sie stark gründeln. Lebendfutter, Flocken, Tiefkühlkost, Pflanzen. Ballaststoffreiches Futter verwenden. Temperatur 15-25 C, pH-Wert 6,5-8, Gesamthärte 10-30 dGH.

Wissenswertes

Goldfische werden relativ alt. Der einfache Goldfisch erreicht ein Alter von ungefähr fünfundzwanzig Jahren. Das Alter der Tiere erkennt man nur an den Schuppen. Hierzu ist eine mikroskopische Untersuchung von Schuppen notwendig. Ähnlich wie bei den Jahresringen der Bäume, deren Anzahl dem Lebensalter entspricht ist dies bei den Schuppen.
Im kühleren und nahrungsärmeren Winter findet geringeres Wachstum statt als im Sommer. Aus diesem Grund ist die Bestimmung des Alters anhand der Schuppen bei Aquarienfischen, die meist unter konstanten Bedingungen leben, schwieriger. Da einzelne Schuppen bei Verlust nachwachsen, bedarf es auch der Untersuchung mehrerer Schuppen.

Krankheiten und deren Heilung

Die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriasis oder Ichthyo genannt) wird von dem Wimpertierchen (Ciliat) Ichthyophthirius multifiliis hervorgerufen. Sie führt zu weißen, grießkornähnlichen Punkten, die über den ganzen Körper verstreut sind; anfangs nur wenige (oft an den Schwanzflossen), später immer mehr.
Oft scheuern sich die Fische an Steinen und Pflanzen. In diesem Fall helfen eine Temperaturerhöhung und die möglichst baldige Zugabe eines malachitgrünoxalathaltigen Medikaments (alternativ eine Salzkur).
Der Laichausschlag bildet sich zur Laichzeit (Frühjahr, Sommer) bei geschlechtsreifen und sich in Paarungsstimmung befindenden männlichen Goldfischen. Die kleinen harten weißgelblichen erhabenen Punkte sind ausschließlich auf die Kiemendeckel und deren direkte Umgebung (Kopf, Brustflossen) beschränkt. Dieser Laichausschlag ist kein Grund zur Sorge.
Die sogenannten Glochidien sind die parasitisch lebenden Larven von Fluß und Teichmuscheln. Sind die weißen Punkte leicht gelblich, bei genauem Hinsehen dreieckig geformt, exakt gleich groß (Ichthyo-Punkte sind leicht variabel in der Größe) und hauptsächlich an den Flossen (sowie weniger sichtbar an den Kiemen) lokalisiert, so handelt es sich um Glochidienbefall. Glochidien zeichnen sich auch dadurch aus, daß sie auftreten, ihre Entwicklung durchmachen (je nach Art und Temperatur 14 Tage bis 5 Monate) und dann abfallen. Der Glochidienbefall ist also eine vorübergehende Angelegenheit, von der sich die Fische, wenn sie nicht durch zu viele Muschellarven geschwächt werden, bei guter Konstitution gut erholen.
Deshalb unbedingt auf gute Haltungsbedingungen der Fische achten. Sitzen die Glochidien allerdings massenhaft an den Kiemen, kann es zur Erstickung kommen. Glochidien, die sich einmal am Fisch festgesetzt haben, sind im Fisch zu Fisch Kontakt nicht ansteckend.