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Knochenbruch erkennen und heilen

Bei einem Knochenbruch oder Verdacht auf diesem muss das Tier zum Arzt und es muss ein Röntgenbild angefertigt werden.
Hinweis

Man unterscheidet in einfache oder komplizierte und offene oder geschlossene Brüche. Bei einem komplizierten Bruch ist auch noch umliegendes Gewebe, wie Muskeln, Sehnen, Nervenbahnen oder Blutbahnen mit betroffen. Beim offenen Bruch ist zusätzlich auch die Haut verletzt und damit sehr gefährlich, da sich durch eindringen von Bakterien schlimm entzünden können.

Erste Hilfe Maßnahmen

Bei einem Schockzustand Erste Hilfe Maßnahmen für Schockbehandlung einleiten
Tier beruhigen
Blutungen stoppen
Kühlung der Schwellungen mit Eisbeutel oder Kühlakku -nicht direkt auf die Wunde- Erfrierungsgefahr-
Wundschutz bei offenen Frakturen
Ruhestellung der Gliedmasse
Tierarzt aufsuchen

Allgemeine Erste Hilfe bei einem Hund

Informationen:
Die Atmung eines gesunden Hundes liegt bei 20 bis 30 Atemzüge in der Minute, je nach Grösse und Alter. Der Puls bewegt sich zwischen 80 -sehr große Tiere- und 132 Schlägen in der Minute. Geringfügige Abweichungen sind kein Grund zur Besorgnis. Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt zwischen 38,0 und 39,0 Grad Celsius. Bei Körpertemperaturen um 43,0 Grad Celsius gerinnen die Eiweisse und der Tod tritt ein.
Die Atmung wird gemessen, in dem man die Hand auf die Rippen des liegenden Hundes legt und eine Minute lang die Atemzüge zählt. Zur Pulskontrolle tastet man an der Innenseite des Oberschenkels -sehr weit oben und mittig- entlang, bis man die geeignete Stelle gefunden hat und zählt dann eine Minute die Pulsschläge -oder 15 Sekunden lang und das Ergebnis wird mit 4 multipliziert-. Bitte keine Pulskontrolle mit dem Daumen durchführen, es besteht dabei das Risiko, dass der eigene Puls gemessen wird.
Die Temperatur des Hundes wird im After gemessen. Dazu sollte man das Thermometer zuvor etwas mit Vaseline einschmieren. Man sollte darauf achten, dass das Tier sich in dieser Zeit nicht hinsetzt oder aufsteht. Ist das Tier verletzt, vorsichtig nähern und beruhigend auf ihn einreden. Er steht vielleicht unter Schock und zeigt ein agressives Verhalten. Das Tier festleinen, damit er wenig Spielraum hat, und seinen Fang mit einer Binde verschliessen.
Wenn unser Vierbeiner nicht mehr laufen kann, muss er getragen werden. Besteht die Möglichkeit einer Rückenverletzung, dann muss das Tier auf eine feste Unterlage -wenn möglich ein Brett- gelegt werden.
Bei Augenverletzungen oder Verätzungen muss vorsichtig mit Wasser gespült werden. Dadurch wird die ätzende Substanz verdünnt.
Bei Atemnot den Hund mit erhöhtem Oberkörper lagern. Bissverletzungen
Tiefe Bisswunden müssen vom Tierarzt versorgt werden, da diese genäht werden müssen und auch den Einsatz von Antibiotika erforderlich machen. Der Impfschutz muss kontrolliert werden. Oberflächliche Verletzungen können mit einer antiseptischen Salbe behandelt werden, nachdem die Wunde mit einem milden Desinfektionsmittel gereinigt worden ist. Regelmässige Kontrolle der Wunde ist wichtig und das ständige lecken der Wunde muss verhindert werden. Der Hund bekommt für einige Zeit einen Trichter -eine Art Halskrause-, der verhindert, dass er sich ständig die Wunde legt. Stark blutende Wunden an den Gliedmassen sollten zur Erstversorgung mit einem Druckverband behandelt werden.
Der Druckverband und das Abbinden eignen sich nicht nur zu Behandlung schwerer Bissverletzungen, sie sind für alle stark blutenden Wunden geeignet. Bei Wunden, die nicht mit einem Druckverband versorgt werden können, muss man ein entsprechend grosses Polster auf die Wunde legen und den Druck mit Ihrer Hand herstellen.
Bewusstlosigkeit
Den Vierbeiner ansprechen. Falls er nicht reagiert das Tier in die Vertiefungen zwischen den Pfotenballen zwicken. Wenn er nun nicht reagiert ist er bewusstlos. Nun den Vierbeiner auf die rechte Seite legen und seinen Hals überstrecken, damit die Atemwege frei sind. Dazu gehört auch, dass die Zunge herausgezogen wird und Erbrochenes -falls vorhanden- aus der Maulhöhle entfernt wird. Bitte mit Vorsicht, denn der Hund kann einen Beissreflex haben. Atmung überprüfen und Puls überprüfen. Bei Atemstillstand und /oder Herzstillstand kann eine Beatmung oder eine Herz- Lungen- Wiederbelebung eingeleitet werden.

Magendrehung

Der Magen eines Hundes ist aufgrund seiner Anatomie ständig leichten Pendelbewegungen ausgesetzt. Ist der Magen gefüllt, dann können die Pendelbewegungen sehr an Intensität zunehmen, es kann so zu einem Umschlagen des Magens kommen. Eine Magendrehung stellt für unseren Vierbeiner eine lebensbedrohende Situation dar und führt unbehandelt zum Tod des Tieres.
Anzeichen
Der Moment der Magendrehung verursacht einen kurzen starken Schmerz, der Hund jault kurz auf und es kommt zu unmittelbaren Verhaltensveränderungen. Das Tier wird zunehmend unruhiger und bewegt sich mit eingezogenem Bauch und gekrümmten Rücken. Die Tiere versuchen zu erbrechen, allerdings ohne Erfolg, da die Speiseröhre zugeschnürt ist. Innerhalb kürzester Zeit schwillt der Bauchraum an, da die im Magen entstehenden Gase nicht entweichen können. Das Anschwellen des Bauchraumes ist nicht zu übersehen, die Tiere sehen förmlich aufgeblasen aus. Bei einer Magendrehung ist jede Sekunde kostbar. SOFORT zum Tierarzt.

Nasenbluten

Zuerst feststellen woher die Blutung kommt. Blutet das Tier aus den Nasenlöchern, kann eine Vergiftung durch Rattengift oder eine Entzündung der Nasenhöhle vorliegen. Sofrt den Tierarzt aufsuchen. Handelt es sich um eine äussere Verletzung z.B. am Nasenspiegel, dann drückt man mit einersterilen Kompresse fest auf die Wunde, bis die Blutung steht.

Schock

Der Schock ist ein lebensbedrohender Zustand. Jede Verletzung, Erkrankung, oder psychische Belastung kann einen Schockzustand hervorrufen. Der Schock führt zu massiven Störungen des Blutkreislaufs. Lebenswichtige Organe werden nicht mehr ausreichend durchblutet. Erkennbare Zeichen sind Zittern, taumeln, die Tiere wirken abwesend, Atmung ist flach und beschleunigt, Puls ist stark beschleunigt, die sichtbaren Schleimhäute -Zunge, Bindehäute im Auge, Zahnfleisch- sind blass, fast weiss. Den Hund auf die Seite legen und den Kopf strecken. Das Tier zudecken und eine nicht zu heisse Wärmflasche auf seinen Bauch legen. Beine hoch lagern und den Tierarzt aufsuchen.

Knochenbruch Hund, Hundekrankheiten