Scalar, Pterophyllum scalare

Scalar

skalar Der Pterophyllum scalare ist ein eleganter Buntbarsch mit scheibenförmigen Körper und schwarzen Bändern auf silbrigem Grund. Inzwischen gibt es zahlreiche Züchtungen, die sich vor allem in der Form ihrer Flossen sowie auch in der Färbung unterscheiden.

Das Aquarium für diese Tiere sollte gross und vor allem hoch sein. Die Haltung sollte gruppenweise in Becken mit großen Wurzeln und großblättrigen Pflanzen erfolgen. Futter: Frostfutter, Mückenlarven und hochwertiges Trockenfutter. Temperatur: 24-30 C, pH-Wert: 6,0-7,5 Gesamthärte: 5-19 dGH.

Zucht und Vermehrung

Die Geschlechtsunterschiede sind bei Skalaren am besten vor dem Ablaichen an den unterschiedlichen Laichpapillen zu erkennen. Weibchen besitzen diese abgerundet, Männchen dagegen spitz zulaufend. Auch die Stirnform gibt annähernd Aufschluß über die Geschlechtszugehörigkeit.
Im Gesellschaftsbecken werden langwüchsige Gewächse zur Bepflanzung bevorzugt. (Cryptocorynen, Farne) In diesen dichten Bewüchsen stehen die Fische oft minutenlang seelenruhig und hier finden die Tiere ihre Ruhe. Die Beckenströmung sollte in Grenzen gehalten werden.

Spärlich ausgestattet hingegen solte das Zuchtbecken sein. Mit einem Filter (gut ist ein Außenfilter, der die Jungen nicht einsaugen kann). Eine Regelheizung sollte auch nicht fehlen. Die Beleuchtung sollte eher dunkel sein, aber vorhanden sein. Eine Kiesschicht sollte den Bodengrund bedecken. Kleiner, runder Kies ist geeignet. Sand auch, aber nicht empfehlenswert, da dieser schnell, vor allem bei schwacher Filterung, zu faulen beginnt.
Zur Bepflanzung eignen sich große Mutterpflanzen, Anubias, Amanzonasschwert etc. Hauptsache große, glatte Blätter, die gut geputzt werden können. Eine kleine, Wurzel mit Kuhle - man weiß ja nie ob die Tiere keine Pflanzenliebhaber sind und lieber anderes Substrat bevorzugen.
Wenn das Becken temperiert ist (26 - 28 C), das Wasser weich (eine Voraussetzung, da der Laich sonst verpilzen kann) und die Beleuchtung in Betrieb, kann man die potentiellen Eltern schon in ihr neues Heim setzen.
Wenn nicht vorher schon erfolgt, kommt nun das sogenannte konditionieren der Fische. Bei den Skalaren heißt das, viel Lebendfutter, vor allem weiße Mückenlarven sind sehr gut zum Konditionieren geeignet. Nicht zu viel, sonst überfressen die Tiere sich. Nun heißt es eigentlich nur noch abwarten und die Ruhe, die diese Tiere ausstrahlen zu genießen.

Wenn ein harmonierendes Pärchen im Becken ist, wird es sich ergeben, dass das Männchen balzend um das Weibchen schwimmt. Diese putzt dann auch eifrig die Blätter der Pflanze bzw. die Wurzel. Man sieht deutlich die unterschiedlichen Laichpapillen der Tiere heraustreten. Eine rund, eine spitz. Unruhe macht sich breit, bei dieser sonst so ruhigen Art.
Das Weibchen legt die Eier auf das Substrat und das Männchen fährt anschließend mit seiner Laichpapille darüber, um sie zu befruchten. Das ganze kann bis zu mehreren Stunden dauern.

Der Ablageplatz mit den ca. 300 Eiern (Abhängig von Größe und Alter der Tiere) wird bewacht, ständig gemächlich umschwommen und die Eier werden fürsorglich betreut. Dies sieht man daran, dass das Weibchen die Eier dreht befächelt, wieder dreht auf ein anderes Blatt umgebettet etc. Man sollte das gedimmte Licht über Nacht nicht ausschalten - sonst ist es möglich, dass am kommenden Morgen keine Eier mehr vorhanden sind.
Die Eier sollte man in den kommenden Tagen beobachten. Werden sie weiß und verpilzen, so gibt es zwei Möglichkeiten. a) Man hat zwei Weibchen im Becken. Es kommt oft genug vor, dass diese Eier legen, die natürlich nie befruchtet sein können.
b) Das Wasser ist zu hart (> 15 dGH) die Filterung nicht genügend. Hier kann ein Mittel namens IonEx der Firma Femanga sehr gut gegen diese Problematik helfen. Man kann auch Regenwasser (über A-Kohle gefiltert) oder destilliertes Wasser dem Aquarienwasser in nicht allzu großen Mengen hinzufügen. Meist klappt dann der Schlupf.
Der Schlupf der Larven erfolgt nach drei Tagen. Die Eltern betten die Larven ständig auf andere, geputzte Blätter um. Weitere drei Tage nach dem Schlupf schwimmen die Larven frei im Wasser in ihrem Schwarm. Bei Gefahr werden die Fische ins Maul genommen, später dann wieder frei gelassen.
Die Jungen zu füttern ist nicht ganz einfach unter der Führung der Eltern. Frisch geschlüpfte Artemia Nauplien werden genommen, wenn die Eltern nicht gerade mal wieder ihre Brut retten, weil der Pfleger zur Fütterung an die Frontscheibe tritt. Auch Infusorien und zerstäubtes Trockenfutter wird zur Fütterung genommen.
Die Jungen wachsen schnell. Erreichen nach einer Woche eine Größe von einem guten cm. Wenn die Jungen eine gewisse Größe haben, sollte man auch die Eltern herausfischen und die Jungen separat großziehen. Irgendwann wird bei den Eltern der Hunger größer sein als die Freude an den Jungen, oder sie vergessen die Jungen und laichen erneut ab.