Slovensky Kopov

Slovensky KopovSlovensky Kopov, eine alte Hunderasse aus Ungarn

Der Slovensky Kopov, der zu den ältesten Hunderassen Europas gehört, wurde für die Jagd auf großes Wild in rauhem Gelände gezüchtet und ist nicht für die Stadt geeignet. Er ist bei den Jägern in seiner Heimat sehr beliebt, aber in Deutschland nicht so bekannt. Dieses Tier ist ein sehr robuster und urtümlicher Hund geblieben, der sich hervorragend für die Jagd eignet.
Der Kopf des Slovensky Kopov ist am Scheitel flach gewölbt, von länglicher Rechteckform mit deutlichem Stopp. Er hat dunkle, tief angesetzte Augen mit mutigem und lebhaftem Ausdruck, einen schwarzen, verhältnismässig großer Nasenschwamm, geraden Nasenrücken.
Ausserdem einen geraden, mittellangen Rücken. Die Lenden sind nicht zu lang und breit, fest und muskulös. Die Kruppe ist nicht zu lang, mittelbreit und gerundet. Die Brust mitteltief, angemessen breit und entsprechend lang. Die Rippen sind gerundet und schräg eingesetzt.
Sein Fell ist ca. 2-5cm lang, mittelmässig derb, anliegend und dicht und an Rücken, Hals und Rute etwas länger. Er hat eine dichte Unterwolle. Das Fell hat eine schwarze Farbe mit braunen bis mahagonifarbenen Abzeichen an Kopf und Gliedmassen.
Geschichte des Slovensky Kopov

Als Urahnen aller Brackenarten gelten die Keltenbracken, die im 4. Jahrhundert mit den Kelten nach Ungarn kamen. Durch Kreuzungen mit Hunden der damals in Ungarn ansässigen Skythen, sowie mit österreichischen Bracken, polnischen und ungarischen Windhunden, entstand dann eine slowakische Laufhunderasse, die als Vorläufer des uns heute bekannten Kopovs angesehen werden kann. Slowakische Bracken waren von der Tatra bis hin zu den Karpaten verbreitet, vor allem in den Bergregionen wurden sie als scharfe Jagd- und Wachhunde von der einfachen Bevölkerung gezüchtet.
Das Aussehen war nicht so wichtig, eher die Eigenschaften wie Ausdauer, Schnelligkeit, Wendigkeit und Wildschärfe. Vor allem der Kynologe H. Koleman Slimak machte sich um die Reinzucht verdient und der Slovensky Kopov entwickelte sich zu einen der bedeutesten Jagdhunderassen un der Slowakei. Am 24. Mai 1988 wurde in Bratislava innerhalb des Slowakischen Jägerverbandes ein Spezialklub für den Slovensky Kopov gegründet.

Verhalten und Charakter

Wie die meisten Jagdhunde hat er ein ruhiges und festes Wesen, ist kinderlieb und gehorsam. Außerdem hat er einen außerordentlich entwickelten Orientierungssinn.

Beschäftigung und Bewegung

Der Slovensky Kopov muss unbedingt zur Jagd eingesetzt werden um artgerecht ausgelastet zu werden. Er ist der geborene Spürhund und kann es kaum erwarten, mit seinem Besitzer auf die Jagd zu gehen. Normale Spaziergänge würden ihn langweilen und er würde früher oder später rebellieren.
Bei der Jagd auf Schwarzwild ist es die Aufgabe der Bracke, Wildschweine aufzustöbern, in Bewegung zu bringen, Rotten auseinanderzusprengen und einzelne Tiere dem Jäger zuzutreiben. Auch bei der Nachsuche sind die Tiere sehr erfolgreich. Besonders geeignet sind sie für den Einsatz in Dickungen, Maisschlägen, niederen Schneelagen und bergigem Gelände.
Dieser Hund gehört zu den besten Laufhunden. Mit seiner grossen Ausdauer und Selbstständigkeit arbeitet er stundenlang laut am Wild. Er verfügt über einen hervorragenden Orientierungssinn, der ihn immer wieder an den Ausgangspunkt der Jagd zurückbringt.
Er eignet sich auch gut für Hundesport aller Art. Jedoch ist dies nur als Hobby und als Zusatz zu betreiben, da er unbedingt für die Jagd eingesetzt werden muss. In der Familie ist dieser Hund sehr anhänglich, verschmust und kinderlieb. Vor allem seinem Führer schließt er sich eng an. Er möchte am liebsten immer und überall dabei sein.

Erziehung und Pflege

Dieser Hund gehört nicht in Anfängerhände. Um diesen Eigensinn zu beherrschen, braucht es eine ruhige und erfahrene Hand. Man braucht zur Erziehung viel Einfühlungsvermögen um ein gutes und positives Vertrauensverhältnis aufzubauen. Erst dann kann das Tier seine positiven Eigenschaften voll entfalten. Bei Sturheit darf man ihn nicht hart anfassen und muss viel Geduld mitbringen. Fasst man ihn hart an verweigert er die Arbeit.
Das kurze, unempfindliche Haarkleid benötigt keine besondere Pflege.

Krankheiten

Rassespezifische Krankheiten sind nicht bekannt.

Haustierberatung, Hunderassen